Wochenmarkt Berlin-Mitte: Hausvogteiplatz

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Wochenmarkt am Hausvogteiplatz

*** Achtung: Dieser Markt schließt zum 24. September 2014 und zieht Anfang Oktober zum SPITTELMARKT um. ***

 

Hausvoigtplatz

 

 


 

Infos zu den Marktständen Hausvogteiplatz, Wochenmärkte in Berlin

 

 

 

 

 

 


  

 

Wochenmärkte in Berlin-Mitte: Marktzeiten / Öffnungszeiten für Hausvogteiplatz

-- MARKT IST ab. 24. 09. 2014 GESCHLOSSEN -    neue Location und Öffnungszeiten hier: http://www.wochenmarkt-deutschland.de/maerkte/berlin/spittelmarkt

 

 

Der Wochenmarkt am Hausvogteiplatz bietet Ihnen mittwochs und freitags viele leckere Köstlichkeiten, die Sie dort in angenehmer Atmosphäre genießen können. Sehr zu empfehlen sind vor allem die hausgemachte Quiche am Quichestand, die Waffelspezialitäten der Ontjes Waffelmanufaktur und die leckeren Fischspezialitäten von Nickels Fischteam. Weitere Imbißmöglichkeiten bieten Ihnen der Asia-Stand, der Quark-Point, der KIEZBURGER oder der Neuland-Bratwurststand. Und sollten Sie nach dem Mittagessen noch einen perfekt zubereiteten Espresso benötigen, dann können Sie zum Beispiel beim Kaffee-Floh vorbeischauen, wo es außerdem auch leckeren selbstgebackenen Kuchen zu kosten gibt. Des Weiteren bietet Ihnen der Markt natürlich auch die Möglichkeit, frisches Obst und Gemüse (Werderaner Spezialitäten), Blumen, Backwaren und Fleischwaren zu besorgen. Ein sehr schöner und freundlicher kleiner Markt, den es auf jeden Fall einmal zu besuchen gilt!

 


 

Der in Berlin-Mitte gelegene Hausvogteiplatz ist ein verhältnismäßig kleiner, in Dreieckform angelegter Platz, welcher seit Ende des 19. Jahrhunderts zunehmend an überregionaler Bedeutung als Zentrum der Berliner Konfektion gewann. Durch die U-Bahnhaltestelle „Hausvogteiplatz“ ist der Platz und der dort zweimal wöchentlich stattfindende Wochenmarkt gut zu erreichen.

 

In den Jahren zwischen 1740 bis 1750 trug der Platz den Namen „Quarree“, später, zwischen ca. 1750 bis 1789 hieß er „Jerusalemsplatz“. Erst im Jahr 1789 wurde der Ort in Anlehnung and das königliche Hofgericht (Hausvogtei) in „Hausvogteiplatz“ umbenannt. Der Platz wurde jedoch noch lange Zeit nach seiner offiziellen Namensgebung volksmündlich als „Schinkenplatz“ bezeichnet. Diesen Beinamen trug er in erster Linie aufgrund des besonderen Grundrisses und weil zu der damaligen Zeit dort Fleischwaren verkauft wurden.

 

Kleine Historie des Platzes:

Unter der Herrschaft von Kurfürst Friedrich Wilhelm wurde Berlin seit Mitte des 17. Jahrhunderts als regelrechte Festung konzipiert. Teil dieser Sicherungsmaßnamen waren unter anderem meterhohe Wälle, mit Wasser gefüllte Gräben, sowie insgesamt 13 Bastionen. In der Mitte der Bastionen Nr. 3 und Nr. 4 war das Leipziger Tor gelegen, eines der Hauptzugänge zu Berlin. Noch während der Zeit des Baus der Festungen etablierten sich Randsiedlungen im Außenbereich der Befestigungsanlagen. Der Pendelverkehr zwischen den vorstädtischen Siedlungen und der Hauptresidenz wurde zunehmend mehr, sodass sich die Festungslinien in dieser Beziehung als eher hinderlich erwiesen. Unter anderem aus diesem Grund begann man in den 1730er Jahren an, die Befestigungswälle in großen Teilen rückzubauen und an deren Stelle den Wassergraben zu befüllen. Über der damaligen Bastion Nr. 4 entstand in dieser Zeit der Berliner Spittelmarkt und auf dem Areal der Bastion Nr. 3 dann der Hausvogteiplatz.

Bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts war zudem das sogenannte „Hausvogtei-Gefängnis“ am am Platze etabliert, in welchem verdächtige Personen gefangen gehalten wurden, die der Hofgerichtsbarkeit unterlagen. In diesem Kontext zum Beispiel Handwerker und Angestellte des Königshofs.

Während des 19. Jahrhunderts etablierte sich um den Platz die Berliner Konfektionsindustrie. 1891 wurde die alte Hausvogtei rückgebaut, sodass die neu entstandene Freifläche als Erweiterung des nebenan befindlichen Bankgebäudes genutzt werden konnte. Rings um den Platz entstanden viele zumeist mehrstöckige Bauten. Viele von diesen Häusern stehen heutzutage unter Denkmalschutz.

In den ersten Nachkriegsjahren des Zweiten Weltkriegs fungierte der Hausvogteiplatz als Halde für Trümmerschutt. Nachdem die Trümmerarbeiten beendet waren, wurden ab 1950 wieder Begrünungen angelegt. Weitere bauliche Veränderungen am Platz erfolgten erst nach 1962 und nochmals im Jahr 1983, in deren Zuge der Platz einen originellen Bodenbelag mit farbigen Kunststein bekam.

In der jüngeren Vergangenheit entstanden längs des Platzes viele neue Bauten und bestehende, unter Denkmalschutz stehende Gebäude wurden saniert.