Das Bild zeigt Johannisbeeren und dient als Titelbild für das Thema "Alles über Johannisbeeren".

Johannisbeeren: Die gesunden Perlen der Natur

Johannisbeeren, auch unter den Namen Ribisel oder Ribiseln bekannt, sind kleine, saure Beeren, die in den Farben Rot, Weiß und Schwarz vorkommen. Sie sind nicht nur optisch eine Freude, sondern bieten auch zahlreiche gesundheitliche Vorteile und ersetzen als regionale Alternative die Acai-Beeren aus Brasilien.

Vitamine und Nährstoffe

Johannisbeeren sind wahre Vitaminbomben. Sie enthalten wichtige Vitamine wie Vitamin C, Vitamin A und Vitamin E. Des Weiteren sind sie reich an Mineralstoffen wie Kalium, Eisen und Magnesium. Die schwarzen Johannisbeeren, auch Blutjohannisbeere genannt, haben dabei den höchsten Vitamin C Gehalt.

Gesundheitliche Vorteile

Die Beeren bieten zahlreiche gesundheitliche Vorteile. Sie stärken das Immunsystem, fördern die Verdauung und unterstützen das Herz-Kreislauf-System. Die in den Beeren enthaltenen Anthocyane können sogar dabei helfen, das Krebsrisiko zu senken.

Herkunft und Verbreitung

Johannisbeeren stammen ursprünglich aus dem nördlichen Europa und Asien. Heute werden sie weltweit angebaut. Besonders in Deutschland sind die kleinen Beeren beliebt und werden gerne in Gärten kultiviert. Das Land Brandenburg ist bekannt für seinen umfangreichen Anbau von Johannisbeeren, und auch Bayern, Baden-Württemberg und Niedersachsen haben bedeutende Anbauflächen. Insgesamt werden in Deutschland jährlich mehrere tausend Tonnen Johannisbeeren geerntet.

Erntesaison

Die Erntesaison in Deutschland beginnt im Juni und dauert bis in den August hinein. Sie können die Beeren frisch auf dem Wochenmarkt kaufen.

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Rezepte

Johannisbeeren sind vielseitig einsetzbar und verleihen vielen Gerichten einen frischen, säuerlichen Geschmack. Ein Klassiker ist das Johannisbeergelee, aber auch in Kuchen, Desserts und Salaten machen die kleinen Beeren eine gute Figur. Hier sind zwei leckere Rezepte:

Johannisbeermarmelade

Zutaten:

  • 1 kg Johannisbeeren
  • 500 g Gelierzucker

Zubereitung:

  1. Beeren waschen, abtropfen lassen und von den Rispen streifen.
  2. Die Beeren mit dem Gelierzucker in einem Topf zum Kochen bringen und ca. 4 Minuten sprudelnd kochen lassen.
  3. Die heiße Marmelade in saubere Gläser füllen, sofort verschließen und auf den Kopf stellen. Nach etwa 5 Minuten wieder umdrehen und vollständig auskühlen lassen.

Johannisbeer-Smoothie

Zutaten:

  • 200 g Johannisbeeren
  • 1 Banane
  • 200 ml Joghurt
  • 2 EL Honig

Zubereitung:

  1. Die Beeren waschen und abtropfen lassen.
  2. Banane schälen und in Stücke schneiden.
  3. Alle Zutaten in einen Mixer geben und zu einem cremigen Smoothie pürieren.

Botanische Details

Johannisbeeren gehören zur Familie der Stachelbeergewächse. Sie sind mehrjährige, laubabwerfende Sträucher, die je nach Art und Sorte eine Höhe von 1 bis 2 Metern erreichen können. Sie tragen traubenförmige Beeren, die je nach Art in den Farben Rot, Weiß und Schwarz vorkommen.

Anbau und Pflege

Die Beeren sind relativ pflegeleicht. Sie bevorzugen einen sonnigen bis halbschattigen Standort und einen gut durchlässigen, nährstoffreichen Boden. Wichtig ist, die Sträucher regelmäßig zu wässern und im Frühjahr zu düngen.

Geschichtliche Hintergründe

Johannisbeeren wurden bereits in der Antike angebaut und im Mittelalter vor allem in Klöstern kultiviert. Der Name Johannisbeere leitet sich vom Johannistag (24. Juni) ab, der ungefähr mit dem Beginn der Erntezeit zusammenfällt.

Verwendung von Johannisbeeren

Die roten, weißen und schwarzen Beeren sind sehr vielseitig einsetzbar und werden in zahlreichen Rezepten verwendet. Aufgrund ihres hohen Vitamin-C-Gehalts sind sie auch in Säften und Smoothies sehr beliebt.

Schwarze Johannisbeeren werden oft zu Cassis verarbeitet, einem Likör, der sowohl pur als auch in Cocktails wie dem bekannten Kir Royal genossen wird. Auch in der Herstellung von Fruchtweinen und -sekt spielen Johannisbeeren eine Rolle.

Sie können die Beeren auch trocknen, dann eignen sie sich als Snack für zwischendurch oder als Zutat für Müsli und Joghurt. Nicht zu vergessen ist ihre Verwendung in der Herstellung von Sirupen, Essigen und sogar Bier.

Die Beeren sind zudem ein fester Bestandteil in der Herstellung von Kosmetikprodukten, da sie reich an Antioxidantien und Vitaminen sind, die der Haut zugutekommen. Einige verwenden Johannisbeeren sogar als natürlichen Farbstoff in Lebensmitteln und Textilien.

Es lässt sich festhalten, dass Johannisbeeren in Deutschland nicht nur wegen ihres Geschmacks, sondern auch aufgrund ihrer vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten sehr geschätzt werden.

Nutzung in der Medizin

In der traditionellen Medizin werden die Beeren zur Behandlung verschiedener Beschwerden eingesetzt. Sie sollen fiebersenkend, schweißtreibend und entzündungshemmend wirken. Insbesondere die Blätter der Johannisbeere werden in der Phytotherapie verwendet.

Umweltauswirkungen

Johannisbeeren sind ein wichtiger Bestandteil des Ökosystems. Sie bieten Nahrung für viele Insekten und Vögel und tragen zur Artenvielfalt bei. Außerdem können sie helfen, den Boden zu verbessern und Erosion zu verhindern.

Vergleich mit anderen Beeren

Im Vergleich zu anderen Beeren sind Johannisbeeren besonders sauer. Sie enthalten jedoch auch mehr Vitamin C als viele andere Beeren. Geschmacklich können sie mit ihrer säuerlichen Note viele Gerichte aufwerten und für eine erfrischende Abwechslung sorgen.

Trivia

Wussten Sie, dass es auch goldene Johannisbeeren gibt? Diese Sorte ist eine Kreuzung aus der weißen und der roten Johannisbeere und hat einen besonders süßen Geschmack.

FAQ

Kann man Johannisbeeren einfrieren?

Ja, die Beeren lassen sich sehr gut einfrieren. Sie sollten sie vor dem Einfrieren jedoch gründlich waschen und abtropfen lassen.

Sind Johannisbeeren gesund?

Ja, die sauren Beeren sind sehr gesund. Sie enthalten viele wichtige Vitamine und Mineralstoffe und können dazu beitragen, das Immunsystem zu stärken.

Wann ist die beste Zeit, Johannisbeeren zu pflanzen?

Die beste Zeit, Johannisbeeren zu pflanzen, ist im Frühjahr oder Herbst. Die Pflanzen sollten einen sonnigen bis halbschattigen Standort und einen gut durchlässigen, nährstoffreichen Boden haben.

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