Das Bild zeigt eine Steckrübe, die Sie im Winter auf dem Wochenmarkt kaufen können.

Steckrüben: Ein unterschätztes Wintergemüse mit Tradition

Steckrüben, oft auch liebevoll Rübchen oder Kohlrüben genannt, sind so ein klassisches Wintergemüse, das in vielen Ecken Deutschlands und auch weit darüber hinaus seinen festen Platz hat. Mit ihrem etwas rustikalen Look und dem erdigen Aroma gewinnen sie vielleicht nicht jeden Schönheitswettbewerb, aber kulinarisch und gesundheitlich haben sie einiges auf dem Kasten.

Ein kurzer Blick auf Steckrüben

Die Steckrübe, ein Mitglied der Kreuzblütlerfamilie, ist sozusagen mit Raps und Senf verwandt. Ihre Wurzel ist meist rund bis oval, hat eine gelb-orange Schale und innen ein weißlich bis gelbliches Fleisch. In der Küche sind vor allem die Wurzeln beliebt, aber auch die Blätter kann man super kochen und essen.

Wie Steckrüben wachsen

Steckrüben sind ziemlich pflegeleicht. Sie mögen fast jeden Boden, am liebsten aber leicht sandigen, der das Wasser gut durchlässt. Gesät wird zwischen April und Juni. Die Pflanzen brauchen ihren Freiraum, also hält man am besten so 30 cm Abstand zwischen den Reihen und 20 cm in der Reihe selbst.

In Deutschland ist Erntezeit im Herbst und Winter. Meist geht’s im Oktober los und kann bis Februar dauern. Die besten Monate, um frische Steckrüben auf dem Wochenmarkt zu ergattern, sind also Oktober bis Februar. Aber, je nach Region und Wetter, gibt’s da Unterschiede. Ein kleiner Plausch mit dem Bauern oder Marktverkäufer bringt Klarheit.

Die verschiedenen Gesichter der Steckrübe

Es gibt einige Sorten, die sich in Form, Farbe und Geschmack unterscheiden:

  • Gelbe Wilhelmsburger: Ovale Form, gelbes Fleisch, mild im Geschmack.
  • Neckarruhm: Groß und rund, mit gelbem, süßlichem Fleisch.
  • Marian: Eher klein und gelblich, dafür aber besonders zart und lecker.

Gesundheitliche Pluspunkte

Steckrüben sind echte Gesundheitsbooster. Sie haben kaum Kalorien, dafür aber viele Ballaststoffe, die die Verdauung ankurbeln. Auch Vitamin C, Kalium und Calcium sind drin. Dank ihrer antioxidativen Wirkung können sie das Immunsystem stärken und Entzündungen hemmen.

Rezepte, die Lust auf mehr machen

Steckrübeneintopf:

  • 1 große Steckrübe
  • 2 Karotten
  • 2 Kartoffeln
  • 1 Zwiebel
  • etwas Öl
  • 1 Liter Gemüsebrühe
  • Salz, Pfeffer, Muskat

Einfach alles klein schneiden, Zwiebeln glasig dünsten, Gemüse dazu, mit Brühe aufgießen, 30 Minuten köcheln, würzen, fertig.

Steckrübenpüree:

  • 1 Steckrübe
  • 2 Kartoffeln
  • ein Schuss Milch
  • ein Stück Butter
  • Salz, Pfeffer, Muskat

Gemüse kochen, stampfen, Milch und Butter unterrühren, würzen, genießen.

Steckrüben-Suppe:

  • 1 Steckrübe
  • 1 Zwiebel
  • 1 Liter Gemüsebrühe
  • 2 Karotten
  • 2 Kartoffeln
  • Gewürze

Zwiebeln andünsten, Gemüse dazu, mit Brühe ablöschen, 30 Minuten köcheln, abschmecken.

Steckrüben sind also nicht nur was fürs Auge, sondern auch für den Magen und die Gesundheit. Ob vom Markt oder aus dem eigenen Garten, sie bringen Abwechslung und Wärme in die kühlere Jahreszeit. Warum also nicht mal wieder eine Steckrübe mit nach Hause nehmen und was Neues ausprobieren?

FAQ

Kann ich Steckrüben roh essen?

Ja, junge Steckrüben sind roh ein knackiger Genuss.

Wie lagere ich Steckrüben am besten?

Steckrüben sollten an einem kühlen, trockenen Ort gelagert werden. Dort halten sie sich mehrere Wochen.

Kann ich die Blätter der Steckrübe essen?

Absolut, die Blätter sind super als Grünzeug.

Titelbild von congerdesign von Pixabay


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