Das Bild zeigt Pastinaken und dient als Titelbild für das Thema "Vitamine, Ernte und Rezepte".

Pastinaken frisch kaufen: Vitamine, Ernte und Rezepte

Pastinaken sind ein altbekanntes Wurzelgemüse, das in den letzten Jahren eine Renaissance erlebt hat. Sie sind bekannt für ihren süßen, leicht nussigen Geschmack und ihre Vielseitigkeit in der Küche. Ob als Bestandteil von Suppen und Eintöpfen, geröstet als Beilage oder roh in Salaten – die Pastinake ist ein echtes Multitalent.

Was sind Pastinaken?

Die Pastinake, wissenschaftlich bekannt als Parsnip, ist ein Wurzelgemüse aus der Familie der Doldenblütler. Sie sieht aus wie eine weiße oder cremefarbene Karotte und wird bis zu 30 Zentimeter lang. Ursprünglich in Eurasien beheimatet, ist sie heute weltweit verbreitet. Ihr Geschmack ist einzigartig – eine Mischung aus süß und würzig mit einer leichten Anis- oder Lakritznote.

Vitamine und Nährstoffe

Das Wurzelgemüse ist nicht nur lecker, sondern auch sehr gesund. Es ist reich an Ballaststoffen und liefert wertvolle Vitamine und Mineralstoffe. Eine mittelgroße Pastinake enthält beispielsweise etwa 20% des empfohlenen Tagesbedarfs an Vitamin C und etwa 15% des empfohlenen Tagesbedarfs an Folsäure. Zudem enthält sie Kalium, Kalzium und Eisen.

Anbau und Ernte

Pastinaken sind sehr robust und pflegeleicht, was sie zu einem idealen Gemüse für Hobbygärtner macht. Sie bevorzugen einen tiefgründigen, lockeren Boden und einen sonnigen bis halbschattigen Standort. Die Aussaat erfolgt im Frühjahr, ab April, direkt ins Freiland. Die Samen werden etwa 1-2 cm tief und 10 cm voneinander entfernt gesät. Es ist wichtig, den Boden während der Keimungsphase gleichmäßig feucht zu halten.

Die Ernte beginnt im Herbst, sobald die Blätter gelb werden, und kann bis in den Winter hinein fortgesetzt werden. Ein interessanter Fakt ist, dass der Frost den Geschmack der Pastinaken verbessert, da die Stärke im Gemüse in Zucker umgewandelt wird. In Deutschland ist die Hochsaison für frische Pastinaken auf dem Wochenmarkt von Oktober bis Februar.

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Rezepte

Pastinaken-Suppe

Zutaten:

  • 500 g Pastinaken
  • 1 Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 Liter Gemüsebrühe
  • Salz, Pfeffer, Muskat
  • 200 ml Sahne
  • Petersilie zum Garnieren

Zubereitung:

  1. Pastinaken, Zwiebel und Knoblauch schälen und würfeln.
  2. Zwiebel und Knoblauch in einem großen Topf mit etwas Öl anschwitzen. Pastinaken hinzufügen und kurz mitdünsten.
  3. Mit Gemüsebrühe ablöschen und bei mittlerer Hitze etwa 20 Minuten köcheln lassen, bis die Pastinaken weich sind.
  4. Die Suppe vom Herd nehmen, die Sahne hinzufügen und alles mit einem Pürierstab fein pürieren. Mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken.
  5. Mit gehackter Petersilie garnieren und servieren.

Pastinaken-Pfannkuchen

Zutaten:

  • 2 große Pastinaken
  • 2 Eier
  • 1/2 Tasse Mehl
  • 1/2 Tasse Milch
  • 1/4 Teelöffel Muskatnuss
  • Salz und Pfeffer nach Geschmack
  • Olivenöl zum Braten

Zubereitung:

  1. Schälen Sie die Pastinaken und reiben Sie sie grob. Drücken Sie die geriebenen Pastinaken zwischen Küchenpapier aus, um überschüssige Feuchtigkeit zu entfernen.
  2. In einer Schüssel die Eier, das Mehl, die Milch, die Muskatnuss, das Salz und den Pfeffer verquirlen. Die geriebenen Pastinaken hinzufügen und alles gut vermischen.
  3. Erhitzen Sie etwas Olivenöl in einer Pfanne. Geben Sie Portionsweise Teig in die Pfanne und drücken Sie ihn flach.
  4. Braten Sie die Pfannkuchen von beiden Seiten goldbraun und servieren Sie sie warm.

Pastinaken-Apfel-Suppe

Zutaten:

  • 500g Pastinaken
  • 2 Äpfel
  • 1 Zwiebel
  • 2 EL Butter
  • 1 Liter Gemüsebrühe
  • Salz und Pfeffer
  • Muskatnuss
  • Saure Sahne und frische Petersilie zum Servieren

Zubereitung:

  1. Schälen Sie das Wurzelgemüse und die Äpfel und schneiden Sie sie in Stücke. Zwiebel fein hacken.
  2. Butter in einem großen Topf erhitzen und die Zwiebel darin anbraten, bis sie glasig ist.
  3. Fügen Sie die Pastinaken und Äpfel hinzu und braten Sie sie ein paar Minuten mit.
  4. Die Gemüsebrühe hinzufügen und zum Kochen bringen. Die Hitze reduzieren und etwa 20 Minuten köcheln lassen, bis die Pastinaken weich sind.
  5. Mit einem Stabmixer die Suppe pürieren, bis sie glatt ist. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss abschmecken.
  6. Servieren Sie die Suppe heiß, garniert mit einem Klecks saurer Sahne und frischer Petersilie.

Wissenswertes und Trivia

Pastinaken sind wahrlich ein altes Gemüse. Schon in der Antike war dieses weiße Wurzelgemüse bekannt und geschätzt. Tatsächlich gehörte es bis ins 18. Jahrhundert hinein zu den Grundnahrungsmitteln in Europa. Erst mit der Einführung der Kartoffel aus Amerika verlor die Pastinake an Bedeutung. Heute erlebt sie aber eine Renaissance in der modernen Küche und insbesondere in der gehobenen Gastronomie.

Nicht nur in der Küche ist das Wurzelgemüse vielseitig einsetzbar. Es wurde auch als Heilpflanze geschätzt. Die alten Griechen und Römer nutzten es bei Verdauungsproblemen, und Hildegard von Bingen empfahl sie bei Herzschmerzen. Aktuelle Studien zeigen, dass das Gemüse entzündungshemmende Eigenschaften hat und zur Unterstützung der Lebergesundheit beitragen kann.

Ein interessanter Fakt ist, dass sie auch wild in Europa vorkommen. Die Wildformen sind allerdings kleiner und weniger süß als die Kultursorten. Auch Insekten lieben das Gemüse. Die gelben Blütenstände ziehen Bienen und Schmetterlinge magisch an und sind eine wichtige Nektarquelle.

FAQ

Was sind die gesundheitlichen Vorteile von Pastinaken?

Das Wurzelgemüse ist reich an Ballaststoffen und unterstützt so eine gesunde Verdauung. Es liefert auch eine gute Menge an Vitamin C, Kalium und Folsäure. Zudem ist es eine Quelle für Antioxidantien, die dem Körper helfen, schädliche freie Radikale zu bekämpfen.

Schmecken Pastinaken ähnlich wie Karotten?

Obwohl Pastinaken und Karotten verwandt sind und eine ähnliche Form haben, unterscheiden sie sich deutlich im Geschmack. Pastinaken haben ein süßliches, nussiges Aroma, das intensiver ist als das von Karotten.

Wie bereite ich Pastinaken zu?

Sie sind vielseitig in der Küche einsetzbar. Sie können gekocht, gebraten, gegrillt oder gedünstet werden. Oft werden sie in Suppen oder Eintöpfen verwendet, aber auch als Beilage oder in Aufläufen machen sie eine gute Figur.

Sind Pastinaken gut für Diabetiker?

Ja, sie haben einen niedrigen glykämischen Index, was bedeutet, dass sie den Blutzuckerspiegel langsam ansteigen lassen. Daher sind sie eine gute Wahl für Menschen mit Diabetes.

Titelbild von Leopictures auf Pixabay

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