Ökomärkte in Berlin

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Ökomarkt Berlin

Gute Naturkost, Bioprodukte, fair gehandelte Waren und ein regionales Warenangebot sind die wesentlichen Eckpfeiler eines ökologischen Wochenmarktes. In vielen Fällen sind die hiesigen Verkäufer/innen und Markthändler/innen auch gleichzeitig die Erzeuger/innen ihrer Waren und somit Experten /Expertinnen in Sachen Ratschlägen, Informationen und Rezeptideen rund um ihre Produkte. Der Einkauf auf dem Ökomarkt in Berlin kann die Besorgungen im Bio-Supermarkt in vielen Gebieten ersetzten. Zudem ist es auf dem Markt natürlich oftmals so, dass (vor allem regionale Produkte) durch die Form der Direktvermarktung, deutlich günstiger zu bekommen sind als im Biomarkt. Unten stehend finden Sie eine Tabelle, welche die ökologischen Wochenmärkte in Berlin auflistet. Viel Freude bei Ihrem nächsten Marktbesuch!

In der nachfolgenden Tabelle sind die Ökomärkte in Berlin und die Berliner Wochenmärkte mit Bio-Anbietern / Bio-Sortiment gelistet. Klicken Sie einfach auf die jeweiligen Märkte um weiterführende Informationen zu den entsprechenden Vrantaltungen zu bekommen! 

 

100 %ige Ökomärkte

Ort

Zeit

Ökomarkt Domäne Dahlem Königin-Luise-Straße 49, 14195 Berlin-Zehlendorf Sa 08-13 Uhr
Ökomarkt Kollwitzplatz Wörtherstraße / Veranstalter: Grüne Liga, Prenzl Berg Do 12-19 Uhr
Chamissoplatz Arndtstraße, 10965 Berlin-Kreuzberg Sa 09-15 Uhr
Ökomarkt Hansaviertel Altonaer Straße, 10557 Berlin-Mitte Fr 12-18 Uhr
Thusneldaallee (Heilandskirche) Thusnelda-Allee, U-Bahn Turmstr., 10551 Berlin-Moabit Mi 12-18 Uhr
Ökomarkt Lausitzer Platz Lausitzer Platz, 10997 Berlin-Kreuzberg Fr 11-18 Uhr
Wochenmärkte mit
Bio-Anbietern in Berlin:
 
Wochenmarkt Maybachufer (Neuköllner Wochenmärkte) Maybachufer 1-13, 12047 Berlin-Neukölln Di+Fr 11-18 Uhr
Schillermarkt – Bio im Kiez Berlin-Neukölln Sa 10-16 Uhr
Arkonaplatz Arkonaplatz / Granseer Str., 10435 Berlin-Mitte Fr 12-19 Uhr
Wochen- u. Ökomarkt am Boxhagener Platz / „Boxi“ Boxhagener Platz, Krossener Straße
(nähe Simon-Dach-Straße)
10245 Berlin-Friedrichshain
Sa 09-15:30 Uhr
Wochenmarkt Südstern  Südstern / Fontanepromenade - 10961 Berlin-Kreuzberg

Sa 10-16 Uhr

Ökomarkt Zionskirchplatz Zionskirchplatz, 10119 Berlin-Mitte Do 11-18:30 Uhr
Ökomarkt Hohenstaufenplatz (Schönleinstraße) Schönleinstraße, 10967 Berlin-Kreuzberg

Di 12-18 Uhr

Sa 09-15 Uhr

Marheinekemarkthalle Marheinekeplatz 15, 10961 Berlin-Kreuzberg

Mo-Fr 09-20 Uhr

Sa 09-18 Uhr

Markthalle Neun Eisenbahnstrasse 42/43, 10997 Berlin-Kreuzberg

Di+Fr 10-18 Uhr

Sa  12-20 Uhr

Ökomarkt Soorstraße Soorstraße, 14050 Berlin-Charlottenburg Do 08-13 Uhr
Bauernmarkt Kastanienhof Clayallee 347, 14169 Berlin-Zehlendorf Sa 09-14 Uhr

 

 

Bio - ein dehnbarer Begriff?

Bioläden und Öko-Märkte in Berlin erfreuen sich stetig zunehmender Beliebtheit. Dies liegt vermutlich zu einem Teil in der Gegebenheit begründet, dass es in Berlin viele alternativ-denkende Menschen gibt, die sich auf eine selbstbestimmte und bewusste Weise ernähren wollen. Hinzu lässt sich aber auch ein generell ansteigender Konsumbedarf für Bio Produkte erkennen, welcher wiederum sowohl mit den vielen Lebensmittelskandalen in den letzten Jahren zusammenhängt, als auch mit einem sich insgesamt verändernden Bewusstsein vieler Menschen, im Hinblick auf ihre Umwelt und ihre Ernährung. Einkäufe im Reformhaus, im Naturkost-Laden, im Bioladen oder auf dem Biomarkt sind für viele Menschen nicht mehr wegzudenken.

Die steigende Nachfrage kann jedoch nicht allein durch einzelne Verkaufsstände auf dem Ökomarkt oder die in vielen Regionen ausserhalb Berlins noch unzureichend vertretenen Bioläden abgedeckt werden. Dies mag der (bzw. ein) Grund dafür sein, dass in den letzten Jahren auch in den Supermarktregalen der Discounter ein immer breiter werdendes Sortiment an Bio Lebensmitteln zu finden ist. Eine Frage, die hierbei auf den Lippen kritischer Konsumentinnen und Konsumenten liegt, ist sicherlich jene nach der Qualität der dort angebotenen Bioprodukte. Ist hier wirklich immer soviel Bio drin, wie dem/der Verbraucher/in suggeriert wird? Diese Frage ist deshalb so schwer zu beantworten, weil die Anforderungen an das Bio-Siegel mit den jeweiligen Ansprüchen der Verbraucher_Innen graduell unterschiedlich weit voneinander entfernt liegen.

Sicher scheint in jedem Fall, dass etwa Demeter-Produkte, Bioland-Erzeugnisse oder die auf dem regionalen Wochenmarkt angebotenen Bioprodukte um einiges höhere Standards haben, als die preisgünstigeren Bio-Supermarkt-Produkte. In Sachen Pestizidrückständen bei Obst und Gemüse ist man übrigens bei den meisten angebotenen Bio-Produkten auf der (relativ) sicheren Seite. Auf ethischer Ebene – in Bezug auf die Tierhaltung und die daraus erzielten Bio-Erzeugnisse – bleibt jedoch zu attestieren, dass Bio nicht grundsätzlich etwas mit artgerechter Tierhaltung zu tun haben muss, bzw. dass artgerechte Tierhaltung nicht in jedem Fall als Synonym für „glückliche Tiere“ verstanden werden darf. Der beruhigte und sorglose (weil moralisch einwandfreie?) Griff zur Bio-Salami oder zur Biomilch aus dem Discounter-Regal, rührt in vielen Fällen aus einer falschen Vorstellung, die dem/der Verbraucher/in schamlos durch die naturhaft wirkenden Etiketten suggeriert wird. Viele Supermarkt-Biolebensmittel haben – ganz entgegen Ihrer Verpackungsprophezeiungen und den „positiven“ Assoziationen, die sie beim Konsumenten hervorrufen mögen – meist wenig mit den berühmten „Glücksschweinen“ und „Glückskühen“ zu tun. Ausnahmen sind aber dennoch zu finden. So gibt es zum Beispiel eine große Supermarktkette in Berlin, welche Fleischprodukte mit Naturland-Zertifikat anbietet. Optimistisch gesehen ist dies doch schon mal ein guter Anfang in eine ethisch aufgeklärtere Richtung.